Schmelzle: »Thema Badelagune ist durch«

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Eigentlich könnte sich Heiko Schmelzle (CDU) als Sieger der Bürgermeisterwahl in Norden fühlen (er holte mit knapp 44% die meisten Stimmen), tut er aber »absolut nicht«, wie er den NorderNews mitteilte. Die Zahlen vom vergangenen Sonntag »zählen nicht mehr«, sie seien lediglich die »Eintrittskarte zur Stichwahl« gegen Julia Feldmann (SPD, 35,77%). Klare Stellung bezieht Schmelzle zur angedachten Badelagune.

Was er schon in der Podiumsdiskussion am 30.08. in der KVHS andeutete, ist jetzt eine klare Ansage: »Das Thema ist durch!«, mit ihm als Bürgermeister also nicht umzusetzen. Trotzdem – und trotz der Möglichkeit, das alte Freibad mit beheiztem Wasser per Fernwärme aus dem Haus des Gastes zu speisen – schließt Schmelzle eine Wiedereröffnung zur Saison 2017 aus. Es müsse noch viel saniert werden, es gebe für die notwendigen Arbeiten »keinen Zeithorizont«.

Denkt man an Norddeich, denkt man an viele Gutachten, die in letzter Zeit in Auftrag gegeben worden sind. Grundsätzlich halte er diese für »legitim«, man müsse allerdings den »fachlichen Rat der Leistungsträger vor Ort« als ersten Schritt betrachten. Auch ließen sich viele Gutachten »über den kurzen Dienstweg« zu anderen Kommunen, die in der Sache bereits Erfahrungen gesammelt haben, vermeiden.

Auf die doch recht gute Finanzlage der Stadt Norden (Jahresüberschuss 2015 von 1,5 Millionen Euro) und der Wirtschaftsbetriebe (Jahresüberschuss von 2,7 Millionen) angesprochen, reagierte Heiko Schmelzle zurückhaltend. Zum einen sei bislang nicht wenig investiert worden, zum anderen schätze er eine gewisse Vorsicht bei den Ausgaben. Schulden abzubauen sei »nur gut so«. Dennoch würde er als Bürgermeister weitere Investitionen befürworten, vor allem in den Straßen- und Internet-Breitbandausbau. Dass es jetzt auch bezüglich des Innenstadtrings und der Sperrung der Osterstraße weitergehen kann, hält er für »sensationell«.

Sollte Heiko Schmelze durch die Stichwahl am 25.09. nicht den Chefsessel im Norder Rathaus übernehmen können, würde er seiner Tätigkeit als Mitglied des Deutschen Bundestags weiter mit Elan nachgehen, aber von dieser Option gehe er nicht aus: »Darüber mache ich mir null Gedanken.«

Für den Endspurt im Wahlkampf wünscht er seiner Kontrahentin Julia Feldmann »alles Gute«, man sei schließlich unter Nachbarn, mit seiner »zupackenden Art«, so Schmelzle, möchte er jetzt aber noch alles geben: »Hart in der Sache, aber nie persönlich.«

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