Gronewold (ZoB) favorisiert Ocean-Wave-Lösung gegenüber Freibad

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Im Gespräch mit den NorderNews trauert David Gronewold von der ZoB ein wenig der Badelagune nach. Statt einer Bademöglichkeit außendeichs sieht er das Ocean Wave als prädestinierten Standort an.

NorderNews: Herr Gronewold, wie beurteilen Sie den Ratsentscheid – den Ihre Fraktion mitgetragen hat-, die Planungen zur Badelagune nicht weiter fortzuführen?

David Gronewold: Die Lagune wäre eine tolle Sache für Norddeich gewesen, wenn wir das Geld hätten, davon habe ich mich bei dem Ortstermin in Butjadingen überzeugt. Letztlich stand aber die Bevölkerung unserem Eindruck nach auch nicht hinter dem Projekt.

NorderNews: Womit lassen sich die letztendlich noch ca. 200.000 EUR investierten Mittel in die Planung im Nachhinein rechtfertigen?

David Gronewold: Die Planung ergibt ja letztlich einen Kostenvoranschlag, das ist ein Argument. Vor allem aber sind wesentliche Teile der Planung ja Teil des Gesamtpaketes, das ja weiter besteht. Insofern ist ein Bruchteil jetzt ergebnislos verpufft.

NorderNews: Im Beschluss heißt es weiter, dass »Alternativen einer barrierefreien, tideunabhängigen Bademöglichkeit […] außendeichs in der Nähe des Haus des Gastes oder in Anbindung an das Ocean Wave entwickelt« werden sollen. Beinhaltet das auch einen Umbau des noch bestehenden Freibades? Welche Option favorisieren Sie?

David Gronewold: Das beinhaltet alle Varianten – insbesondere im jetzt aktuell verabschiedeten Wortlaut. Letztlich ist das Freibad nur an ganz wenigen Tagen eine wirkliche Bademöglichkeit, mindestens drei Viertel des Jahres ist es zu kalt. Eine zukünftige Variante ist es nun, am Ocean Wave ein 25-Meter-Becken anzubauen. Klingt zunächst nach Unsinn. Bedenkt man aber, dass dort Parkplätze da sind und vor allem, dass man bei gutem Wetter raus kann, aber bei schlechtem einfach innen bleibt, ist dies vielleicht die beste Wahl. Hier liegen aber noch keine Kosten vor.

Letztlich ist das ganze eine ganz unschöne Sache: Wir haben als Kommune zu wenig Geld und versuchen verzweifelt, aus zu wenig genug zu machen. Das macht keinen Spaß und führt zu den beobachtbaren Reaktionen auch der BürgerInnen. Es macht einfach keinen Spaß  »arm« zu sein und jeden Euro umzudrehen. Hätten wir mehr, würden wir wesentlich zügiger zu Ergebnissen kommen.

Tideunabhängiges Baden in Norddeich ...

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3 Kommentare

  • Ilse Hexkes meint:

    Bin sehr enttäuscht das es nicht ein Freibad mit allem drum und dran gibt was für alle die beste Lösung gewesen wäre.Eine Toilettenanlage beim Hundestrand einige Mülleimer die ( natürlich auch gelehrt werden was leider nicht der Fall ist)aber was sollen all die Hochstrebende Pläne wenn bei all dem Lärm und Schutz die Gäste weg bleiben wir auch nach 34 Jahren alles eine Nummer kleiner

  • Jürgen Heckrodt meint:

    Die Bürger haben von Beginn an nicht hinter den Träumereien gestanden und die Fachleute haben auf die Gefahren an dem vorgesehen Standort und der Art der Ausführung rechtzeitig hingewiesen. Trotzdem hat die Politk versucht, den eigenen Willen durchzusetzen, was nun nach 3 Jahren gescheitert ist. 3 verschenkten Jahren für die Betiebe!! Und auch heute wird wieder nur 1 Lösung nachgejagt, statt sich um ausreichend Alternativen zu kümmern. Das blinde Vertrauen bei den Wirtschaftbetrieben in Einzelmeinungen ist sehr gefährlich und hat bislang dem Bürger, DESSEN Wille die Politiker eingentlich vertreten sollen, nur Geld gekostet. Ein privates Unternehmen mit der Führung wäre längst pleite… Es ist Zeit, endlich umzudenken und das Geld nicht in teuere Geschäftsführerfahrzeuge und Gutachten zu stecken!

  • Ein enttäuschter Touristiker meint:

    Die Variante kann nur jemand bevorzugen, der von Tourismus wirklich überhaupt keine Ahnung hat.

    Wie wäre es denn, wenn man (die Politik und der Kurdirektor) mal eine kurz- bis mittelfristige Planung / Strategie unter der Prämisse aufsetzt, dass man halt kein Geld hat. Dann würde man zumindest einmal realistisch etwas umsetzen können, anstatt nur immer vom „großen Wurf“ zu träumen.

    An was es leider wirklich fehlt, ist Kreativität und der Wille etwas zu schaffen, was einmalig ist und die Gäste begeistert. Und das muss nicht unbedingt immer nur teuer sein!

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