Vom Nichtschwimmer zum Seepferdchen

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Vom Nichtschwimmer zum Seepferdchen in zehn Tagen lautete in den vergangenen Wochen wieder das Motto im Norder Frisia Bad: Zahlreiche nach Deutschland geflüchtete Kinder und Jugendliche sammelten in einem Intensivkurs dabei erste wertvolle Erfahrungen im kühlen Nass. Finanziert und organisiert wurde das bereits zum zweiten Mal durchgeführte Angebot vom Norddeicher Sozialwerk Nazareth e.V.

Mit wachsender Begeisterung kamen Kinder aus verschiedensten Ländern im Frisiabad mit dem Element Wasser in Kontakt.

Insgesamt 18 Kinder unter anderem aus Syrien, Afghanistan, Eritrea und dem Iran nutzten die zehn Kurseinheiten in den Wellen des Bades an der Parkstraße, um sich spielerisch mit der sicheren Fortbewegung im Element Wasser vertraut zu machen. »Manche von ihnen haben bei uns dabei ihre allerersten Schwimmversuche unternommen«, erklärt der Bereichsleiter Bäder der Norder Wirtschaftsbetriebe, Vollmar Constapel. Andere hätten ihre anfänglichen Berührungsängste schnell überwunden – und sich im Laufe des Kurses mit dem Sprung vom 3-Meter-Turm des Norder Hallenbades gleich ihrer ersten echten Mutprobe gestellt, so Constapel weiter.

Betreut wurden die Kinder und Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren von den Fachangestellten für Bäderbetriebe Annika Saathoff, Helga Claassen, Dörte Janssen und André König. »Zwischen vielen Kursteilnehmern hat sich in den insgesamt 10 Stunden eine echte Freundschaft entwickelt, die schnell auch auf uns Kursleiter überschwappte«, verrät Vollmar Constapel. Dass bei den Übungsstunden im bis zu 3,60 Meter tiefen Wasser dennoch die Vermittlung überlebenswichtiger Kenntnisse im Vordergrund stand, zeigte sich auch im guten Ergebnis der Teilnehmer: 13 der insgesamt 18 Kinder schlossen den Intensivlehrgang mit der Prüfung zum Seepferdchen ab.

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