Frostschäden wirksam vermeiden

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Kalt, kälter, eisig: Während Meldungen über einen besonders strengen Winter 2017/18 unlängst von Wetterexperten angezweifelt worden sind, lohnt schon bei moderaten Temperaturen eine gute Frostvorsorge für Wasserzähler und Wasserleitungen. Darauf machen die Stadtwerke Norden in einer aktuellen Pressemeldung aufmerksam. Wer eine sogenannte »Frostsprengung« riskiere, dem drohe eine hohe Installationsrechnung unter dem Weihnachtsbaum, warnt der regionale Energieversorger – und gibt einfache Tipps, damit auch Wasserleitungen gut durch den Winter kommen.

Dass es dabei keinen Jahrhundertwinter braucht, um wasserführenden Systemen in ungeheizten Keller- und Versorgungsräumen erheblichen Schaden zuzufügen, betont Stadtwerke-Experte Jens Hinrichs: »Friert das in den Rohren oder Instrumenten enthaltene Restwasser erst einmal, kann es schnell krachen: Die Leitung platzt, das Glas des Zählers bricht.« Ein derart beschädigtes Gerät könne dann nur noch ausgetauscht werden – und erzeuge so vermeidbare Kosten. „Besser ist eine frühzeitige Vorsorge, die bereits mit einfachen Hausmitteln oder günstigem Material aus dem Fachhandel möglich ist“, rät Hinrichs.

Hausmittel schaffen Abhilfe

Oft helfe es demnach schon, auf eine gute Abdichtung der entsprechenden Räume zu achten. „Kellerfenster und Kellertüren sollten im Winter nicht nur stets geschlossen gehalten werden, sondern können etwa mit alten Decken auch kostengünstig gegen Zugluft abgedichtet werden“, so Hinrichs. Ein einfacher Karton vor alten Fenstern verbessert die Isolierung in der kalten Jahreszeit zusätzlich. Und auch die empfindlichen Zähler und Ventile selbst lassen sich kostengünstig absichern: Eine Umwicklung mit Decken und Handtüchern aus Baumwolle reiche oftmals bereits aus, sagt der Stadtwerke-Experte: „Denkbar ist auch eine Verwendung von Schaumstoff, Glas- oder Holzwolle aus dem Fachmarkt. Bei besonders anfälligen Systemen etwa in schlecht isolierten Altbauten können zudem thermostatgesteuerte Frostwächter das Einfrieren verhindern“. Wichtig sei bei allen Maßnahmen, die Zugänglichkeit zu den Anlagen dabei nicht unnötig zu erschweren.

Ist der Schaden bereits eingetreten, sind behutsames Vorgehen und die Hinzuziehung von Experten gefragt, denn: „Wer mit offenem Feuer an gefrorene Leitungen geht, kann diese zum Platzen bringen oder einen Brand verursachen“, warnt Hinrichs. Stattdessen sollten warmes Wasser und Tücher für ein sanftes Auftauen genutzt werden. Müssen Systeme repariert oder ersetzt werden, kann im Falle der Trinkwasser-Hausinstallation nur ein entsprechend zertifizierter Fachmann helfen. „Schließlich geht es um die Gewährleistung der hohen Qualität unseres wichtigsten Grundnahrungsmittels“, so Hinrichs.

Auf den Wasserverbrauch achten

Auch ein ungewöhnlich hoher Wasserbrauch kann übrigens ein Indiz für die negativen Auswirkungen von Frost und Kälte sein: Dreht sich das Zählwerk im Wasserzähler, obwohl sämtliche Entnahmestellen geschlossen sind, sollte sofort ein Installationsunternehmen beauftragt werden. „Ein deutlich abweichender Verbrauch kann ein Hinweis auf Leitungsbrüche hinter dem Wasserzähler, schadhafte Dichtungen oder defekte Überdruckventile sein“, erklärt Jens Hinrichs.

Für weitere Rückfragen zum wirksamen Schutz des häuslichen Wassersystems sowie im Ernstfall bei eingetretenen Beschädigungen und Störungen dieser Einrichtungen stehen die Experten der Stadtwerke Norden unter der Rufnummer 04931 926-100 bzw. der Störungsnummer 04931 926-111 gerne zur Verfügung.

Quelle: Stadtwerke Norden