Norder Grüne: Krankenhausverbund von Aurich, Emden und Norden beste Lösung

Norden: , – 915 mal gelesen

Die Norder Grünen sehen sich durch die gestern in Aurich vorgestellten Krankenhausentwicklungsszenarien in ihrer Forderung bestätigt, die Kliniken an den Standorten Aurich, Emden und Norden im Verbund weiterzuentwickeln und dadurch zu erhalten.

Walter Zuber, Sprecher von Bündnis 90 / Die Grünen der Stadt Norden, verweist auf die SWOT-Analysen (Stärken-Schwächen-Analysen), die den Krankenhausverbund als beste Lösung zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung im Landkreis Aurich und der Stadt Emden ausweisen, da die Krankenhäuser für jeden Einwohner des Landkreises Aurich und der Stadt Emden binnen 30 Minuten erreichbar sind, was bei einer Zentralisierung auf zwei oder nur einen Standort für viele nicht der Fall wäre. Das sieht das Sozialministerium offenbar eben so, das jüngst in einem Brief an den Emder Oberbürgermeister auf die Verbundlösung gedrungen hat.

Aufgabe der Politik sei es nun, so Zuber, die Klinikleitung dazu zu bringen, die Sanierung der Betriebsstätten Aurich, Emden und Norden auf den medizinischen und technischen Stand endlich umfassend in Angriff zu nehmen. Dazu gehört ein Sanierungskonzept, das längst hätte erstellt sein können. Zum Sanierungskonzept gehören definierte Einsparpotenziale, Zeiträume und klar definierte Maßnahmen, die öffentlich nachvollziehbar sind.

Dem Aufsichtsrat und der Politik gegenüber müssen die Geschäftsberichte, die Wirtschaftspläne und die Entwicklungszahlen der letzten zwei Jahre vor Antritt der Geschäftsführung unter Eppmann vorgelegt werden, um die Ausgangslage zu kennen. Dann gehören Statistiken mit Fallzahlen, Verweildauern pro Abteilung, CM und CMI vorgelegt. Dies aufgeteilt auf die einzelnen Betriebsorte, Abteilungen, Stationen.

Nur dann können Verbesserungen erkannt und beurteilt werden. Zudem gehören Zahlen über die geleisteten OP-Zahlen pro Betriebsstätte, unterteilt nach ambulanter und stationärer auf den Tisch der Aufsichtsräte und die Anzahl der behandelten Patienten pro Betriebsstelle, unterteilt nach ambulant, teilstationär und stationär. Hier wären auch die Zuweiserwege darzustellen, nämlich welche Praxis schickt in welche Abteilung wie viele Patienten, wie viele Patienten werden mit welchen Rettungsmitteln gebracht ( KTW, RTW oder NAW ) gebracht und wie viele Patienten werden aus den Randgebieten an beiden Betriebsorten vorbei woanders hingefahren.

Nur mit diesen Zahlen – so die Grünen – können die Aufsichtsräte und die Gesellschafter die Wirksamkeit der Arbeiten und Abläufe einschätzen und auf klare Änderungen dringen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.