Norder Gewerkschafter feiern 30-jähriges Jubliäum

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Unter das Motto »Solidarität – Vielfalt – Gerechtigkeit«  hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in diesem Jahr die Veranstaltungen zum 1. Mai, dem traditionellen Feier- und Kampftag der Gewerkschaften, gestellt.

Hauptredner auf der Mai-Kundgebung des DGB-Ortsverbandes Norden ist Michael Hehemann, Geschäftsführer und 1. Bevollmächtigter der IG Metall Emden. Der 48-jährige Gewerkschafter arbeitet seit 21 Jahren hauptberuflich bei der IG Metall. Zurzeit ist er auch kommissarischer Bevollmächtigter der Geschäftsstellen Oldenburg und Wilhelmshaven. Vor Ort hat er mit seiner Gewerkschaft in den vergangenen Jahren stark um den Erhalt der Arbeitsplätze in der Region, wie zum Beispiel bei den Nordseewerken, TKMS und aktuell bei Cassens, gekämpft. Sozialpolitisch hat sich Hehemann insbesondere um die Stärkung der gesetzlichen Rente und gegen die Erhöhung des Renteneintrittsalters eingesetzt.

Der offizielle Teil der Veranstaltung beginnt um 11 Uhr im Garten des Norder Weiterbildungszentrums, Uffenstrasse 1. Schon ab 10 Uhr sorgt die ostfriesische Folk- und Rockband Vathouse für die musikalische Umrahmung. Der Norder DGB-Vorsitzende Hans Forster wird die Kundgebung eröffnen. Grußworte sprechen der Vorsitzende des ver.di-Stadtverbandes Norden, Harm-Udo Wäcken, sowie Mario Hasnik als Vertreter des IG Metall Wohnbereichs Nörderland.

Die Norder IG Metaller sind  außerdem mit ihrem Info-Mobil sowie mit einem bunten Familienprogramm wie Kinderschminken und einer Hüpfburg präsent. Die kulinarische Versorgung liegt in den Händen des Mensavereins Hage  Veranstalter der Maikundgebung ist der DGB-Ortsverband Norden und Umland gemeinsam mit seinen Einzelgewerkschaften ver.di, IG Metall, IG Bau, GEW, IG BCE, TRANSNET, GdP und NGG.

»Wir wollen mehr soziale Gerechtigkeit, mehr solidarische Politik, mehr Förderung der Vielfalt. Wir werden die Bundesregierung drängen, die politischen Weichen in die richtige Richtung zu stellen. Solidarität statt gesellschaftliche Spaltung und Ausgrenzung, klare Kante gegen Rassismus und extreme Rechte«, heißt es in dem Maiaufruf. »Der 1. Mai ist unser Tag der Solidarität und kein Ort für Nazis und Rechtspopolisten«, betonte der Norder DGB-Vorsitzende Hans Forster.

Außerdem steht die Veranstaltung im Zeichen ihres 30-jährigen Jubiläums. Seit dem 1. Mai 1988 finden wieder Tage der Arbeit in Norden statt. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts endete die Tradition in der Küstenstadt. Die Norder Gewerkschafter schlossen sich damals den Kundgebungen in Emden an. 1988 knüpften sie das zerrissene Band der Norder Mai-Proklamationen neu und luden fortan in das Weiterbildungszentrum ein.  Forster wird in seiner Begrüßungsrede ein paar Schlaglichter auf die letzten 30 Jahre werden.

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