Hohe Förderung für die Wasserkante Norddeich

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Das Land Niedersachsen fördert den Bau der Nationalparkpromenade in Norddeich aus EU- und Landesmitteln mit 60 Prozent der förderfähigen Kosten in Höhe von rund 5 Mio. Euro. Die Fördersumme beträgt rund 2,8 Mio. Euro. Auch der Landkreis Aurich wird sich an den Kosten des Bauvorhabens beteiligen, weiterhin sollen Küstenschutzmittel eingesetzt werden. Aus den beiden Töpfen kommen weitere 1,3 Mio. Euro.

Diese Nachrichten verbreiteten sich gestern in Norden wie ein Lauffeuer und sorgten für glückliche Gesichter bei den verantwortlichen Wirtschaftsbetrieben (WBN).«Ein guter Tag für Norddeich und den Tourismus in der Region. Wir freuen uns riesig und sind sehr froh, dass es nun losgehen kann«, zeigt sich Armin Korok, Geschäftsführer Tourismus und Bäder bei den WBN, erleichtert. In einer ersten Reaktion dankte er allen Beteiligten für die Unterstützung. »Wir haben in der Phase der Antragstellung im Sommer letzten Jahres fantastischen Rückenwind aus Norden, Aurich und Hannover erhalten«, so Korok. Mehr als 30 Unternehmen, Behörden und Institutionen galt es nach seinen Angaben, unter einen Hut zu bringen.

Insgesamt fließen rund 4,1 Mio. Euro Fördermittel in die Maßnahme, die Förderquote liegt nach Angaben der WBN bei 81,6 Prozent. Für die Wirtschaftsbetriebe verbleibt ein Eigenanteil von ca. 920.000 Euro.

Sofern der Rat der Stadt Norden abschließend zustimmt, und davon geht Korok »angesichts dieser traumhaften Förderquote« aus, kann der Bau im April 2020 starten. Die Fertigstellung ist zur Saison 2021 geplant. Während der Bauarbeiten dient die bisherige Drachenwiese, die im September diesen Jahres für etwa eineinhalb Jahre mit Sand aufgefüllt werden soll, als Ausweichstrand, so dass die Gäste auch während der anschließenden Bauphase im Westen nicht auf einen Sandstrand verzichten müssen.

Einziger Wermutstropfen: eine Entscheidung des Landes über die Förderung der parallel zur Nationalparkpromenade geplanten Maßnahme »Naturerlebnis Dünenlandschaft und Wattenmeer« steht noch aus. Für dieses zweite Vorhaben wurde nach Angaben der WBN ein weiterer Zuschuss in Höhe von rund 1,8 Mio. Euro beantragt, die gesamten Baukosten für dieses Projekt betragen voraussichtlich 4,2 Mio. Euro.

»Unser Strand wird im Vergleich zu den Angeboten vieler touristischer Mitbewerber erst dann wieder wettbewerbsfähig sein, wenn neben der Nationalparkpromenade auch die Dünenlandschaft fertiggestellt ist. Wir hoffen, dass die Gesamtsituation nicht aus den Augen verloren wird, denn auch in der Dünenlandschaft sind viele für Norddeich enorm wichtige Module geplant, wie Natur-, Umwelt- und Klimaschutzelemente, Maßnahmen zur Besucherlenkung oder eine zusätzliche Sanitäranlage«, mahnt Korok.

»In Sachen Nationalparkpromenade haben wir  also zunächst einen Etappensieg errungen, aber ohne die beantragte Förderung werden wir die Dünenlandschaft als zweiten Teil der Wasserkante nicht realisieren können«, so der Geschäftsführer abschließend. „Es wäre äußerst schade, wenn die geplante Aufwertung des vorhandenen touristischen Angebots im Strandbereich deshalb auf halber Strecke steckenbleiben würde.“

Auch mit der Maßnahme »Dünenlandschaft« soll nach der endgültigen Zustimmung des Rates im Frühjahr 2020 begonnen werden. Der Bau würde zeitgleich mit der Nationalparkpromenade erfolgen, die Einweihung ist ebenfalls zur Saison 2021 geplant.